Interview mit Tobias Kuhl
Tobias Kuhl schreibt gerade an seiner Doktorarbeit an der Universität Bonn. Wenn ihm der Kopf vor lauter Fachliteratur brummt, geht er mit der Kamera und dem Tamron 150-600mm Super-Tele-Zoom raus in die Natur. Im Tamron-Blog gibt er Tipps, wie seine beeindruckenden Tieraufnahmen entstehen …
Momentan schreibe ich meine Doktorarbeit und arbeite mit halber Stelle am Institut für Psychologie. Zwei- bis dreimal pro Woche zieht es mich aber mit der Kamera raus in die Natur. Die Naturfotografie ist für mich der perfekte Ausgleich zur Arbeit.
Ich hatte eine kleine Kompakte dabei und war so enttäuscht von der Qualität, dass ich in den nächsten Elektromarkt ging und mir eine DSLR kaufte. Ich wollte einfach bessere Bilder machen.
Wenn du Tiere fotografierst, musst du zwangsläufig viel und lange warten. Trotzdem musst du dich konzentrieren, denn den Moment, wenn das Tier endlich auftaucht, willst du natürlich nicht verpassen. Das Smartphone oder andere Ablenkungen sind also tabu …
Ich fotografiere mit der Canon EOS 5D Mark III. Die meisten Bilder entstehen mit einer lichtstarken 400-mm-Festbrennweite von Canon und dem Super-Tele-Zoom SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD von Tamron. Außerdem habe ich ein sieben Kilo schweres Berlebach-Holzstativ mit einem Kopf, der bestimmt nochmals zwei Kilo wiegt – das wirft so schnell nichts um.
Durch den Zoom kann ich viele Motive optimal ins Bild setzen. Die Schärfeleistung ist beeindruckend, auch dank dem tollen Bildstabilisator, der mir bei Aufnahmen aus der freien Hand schon sehr gute Dienste geleistet hat.
... die ich in der näheren Umgebung fand. Stundenlang wartete ich mit einem Freund im Tarnzelt darauf, dass sich die Tiere zeigen. Das hat mich sozusagen angefixt. Inzwischen fahre ich zum Fotografieren aber auch weiter weg. Ich war bereits mehrmals auf Helgoland und im April besuche ich einen befreundeten Fotografen auf Sardinien. Mir gefällt, dass ich durch die Fotografie viele interessante Leute kennenlerne.
Zwei bis drei Mal pro Woche bin ich draußen unterwegs. Nicht immer mit der Kamera, sondern oft auch nur, um neue Plätze auszukundschaften oder nach neuen Motiven zu recherchieren.
Ich interessiere mich eher nicht für die echte Jagd, doch das Fotografieren von Tieren in freier Wildbahn löst bei mir einen regelrechten Jagdinstinkt aus. Wenn ich das erhoffte Foto habe, verspüre ich ein unheimliches Glücksgefühl. Auch später noch, wenn ich das Bild betrachte, freue ich mich jedesmal aufs Neue.
Es geht ja nicht nur darum, einfach ein Tier zu fotografieren. Der perfekte Augenblick ist mehr als ein besonderes Ereignis. Dazu zählen auch die Wahl des richtigen Standorts und auch das Licht muss passen.