
10.02.2026 / Agnes Anna Sadowski
Zwei Wochen, vier Staaten, unendliche Weite

Zwei Wochen, vier Staaten, unendliche Weite – mit dem 25-200mm unterwegs im Südwesten der USA
Nevada, Utah, Arizona, Kalifornien – seit Langem träumte Agnes Anna Sadowski vom Südwesten der USA mit seinen weiten Landschaften, spektakulären Formen und dem besonderen Licht. Im Oktober 2025 wurde der Traum wahr. Mit im Gepäck: das leichte TAMRON 25-200mm F/2.8-5.6 Di III VXD G2. Wie sie die Reise erlebt hat, erzählt sie hier.
Es fühlt sich an, als wäre ich auf einem anderen Planeten. Grau-blaue Halbwüsten, surreale Felsformationen und ein Licht, das sich praktisch jede Minute verändert. Der „Moonscape Overlook“ macht seinem Namen alle Ehre.
Dieser Moment in den legendären Badlands in Utah ist eines der fotografischen Highlights meiner Reise durch den Südwesten der USA. In nur zwei Wochen bereise ich vier Staaten: Nevada, Utah, Arizona und Kalifornien. Begleitet werde ich von Tamrons neuem All-in-One-Zoomobjektiv 25-200mm F/2.8-5.6 Di III VXD G2, das ich in Kombination mit meiner Sony A7 IV ausgiebig testen darf.


Ein bewusst gewähltes All-in-One-Zoom
Schon das kompakte Reisezoom 28–200mm war auf früheren Touren ein treuer Begleiter. Umso mehr freut es mich, dass Tamron beim Nachfolger den Weitwinkelbereich auf 25 mm erweitert hat und gleichzeitig das geringe Gewicht und kompakte Design beibehalten konnte.
Gerade auf dieser Reise ist das entscheidend: In engen Schluchten oder auf sandigen Dünen ist es nicht nur schwierig, sondern manchmal schlicht unmöglich, das Objektiv zu wechseln. Das 25–200mm deckt nahezu alle Motive ab, ohne Kompromisse beim Bildausschnitt oder das Risiko von Sand im Sensor durch ständigen Objektivwechsel.


Herbstliche Canyon-Landschaften
Nach der Ankunft in Las Vegas geht es mit dem Mietwagen direkt nach Utah, ins Grand Staircase–Escalante National Monument. Ein riesiges, kaum erschlossenes Naturschutzgebiet, das vielerorts nur über Offroad-Pisten erreichbar ist.
Die Herbstfarben erreichen ihren Höhepunkt mit leuchtend gelben Cottonwood Trees (Pappeln) vor den rötlich gefärbten Canyon-Landschaften. Genau das möchte ich einfangen. Ich wechsele zwischen offenen Landschaftsbildern und ruhigeren Detailaufnahmen der Bäume, oft aus dem Bauch heraus. Der große Brennweitenbereich hilft mir dabei, Entscheidungen schnell umzusetzen und im Fluss zu bleiben.


Badlands: Wenn das Licht das Tempo vorgibt
Weiter nördlich, in der Nähe des Capitol-Reef-Nationalparks, verändert sich die Landschaft schlagartig. Die grau-blauen Badlands breiten sich mit surrealen geologischen Formationen
wie eine Kulisse aus einer anderen Welt vor mir aus. Nicht umsonst wird einer der spektakulärsten Aussichtspunkte dort Moonscape Overlook genannt. Die Szenerie erinnert mich tatsächlich an eine Mondlandschaft.
Die fotografischen Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos, fast schon überwältigend. Das Licht am frühen Morgen wechselt im Minutentakt, ist mal weich und diffus, mal hart und kontrastreich. Mit dem 25–200mm kann ich die wechselnden Stimmungen flexibel einfangen, ohne kostbare Zeit durch einen Objektivwechsel zu verlieren – von weiten Landschaftspanoramen bis zu grafischen Details der Erosionsformen. Fotografisch ist das der intensivste Abschnitt meiner Reise.


Auf früheren Reisen, etwa in der Atacamawüste, habe ich bereits spannende, dürre Landschaften gesehen. Doch hier fasziniert mich der starke Kontrast: karge, bläuliche Felsen neben den gesättigten Herbstfarben der Bäume, die pure Lebendigkeit ausstrahlen. Ich bin magisch angetan und könnte ewig in dieser Gegend bleiben. Doch es zieht mich weiter. Ich verlasse die dramatischen Monolithe, die öden Weiten und die bunt blühenden Pflanzen.


Slot Canyons: Arbeiten unter Einschränkungen
Die Route führt mich durch das Monument Valley weiter nach Arizona. Mein Fokus liegt nun auf den Slot Canyons, den engen und tiefen Felsschluchten. Den bekannten Upper Antelope Canyon lasse ich bewusst aus, da er zu überlaufen ist und die begehrten Sunbeams, die spektakulären Sonnenstrahlenbündel, ohnehin nur zwischen Mai und September zu sehen sind. Stattdessen entscheide ich mich für den weniger bekannten Antelope Canyon X.
Wie alle Bereiche des Antelope Canyon ist auch dieser nur mit einem lokalen Navajo-Guide zugänglich. Ich wähle eine spezielle Fototour, die deutlich mehr Zeit erlaubt als Standardführungen.


Die geschwungenen Sandsteinwände bieten eine enorme Vielfalt an Motiven. In engen Passagen ist das Weitwinkel gefragt, an anderen Stellen verlangen stärkere Kompression und isolierte Szenen nach dem Tele. Das 25–200 mm ist hier ideal, denn die Wege sind so schmal, dass man oft kaum mit einem Rucksack hindurchpasst – geschweige denn noch ein Objektiv wechseln will.

Death Valley: Hitze und Herausforderung
Nach einem kurzen Abstecher in den wunderschönen Zion National Park führt mich der letzte Abschnitt der Reise ins Death Valley. Obwohl es inzwischen bereits November ist, macht das Tal seinem Namen alle Ehre. Die Hitze ist tagsüber immer noch intensiv und das Scouting durch den Dünensand anstrengend. Wer den Death-Valley-Nationalpark fotografisch ausführlich erkunden möchte, dem empfehle ich daher die kühlere Winterzeit zwischen Dezember und Februar.
Meine fotografische Ausbeute des ersten Tages ist eher ernüchternd. Trotz der Hitze laufe ich die Dünen auf und ab, um gute Kompositionen abseits der mit Spuren übersäten Hauptpfade zu finden. Spannende Motive zu finden, bleibt eine Herausforderung.


Wiederkehr und Belohnung
Am nächsten Morgen breche ich früh auf und finde schließlich abgelegene Bereiche der Mesquite Dunes, vollkommen unberührt. Endlich wirkt die Landschaft wie eine echte Wüste. Als Bonus erscheint sogar ein Rabe, ein typisches Symbol des Death Valley. Mit dem Tele kann ich den Vogel gut fotografieren.

Am Abend kehre ich nochmals für das warme Licht zurück und nehme verschiedene Kompositionen auf – von ganzheitlichen Aufnahmen der Wüstenlandschaft mit den im Abendrot glühenden Bergen im Hintergrund bis zu Detailaufnahmen und Mustern von Dünen. Mit dem All-in-One-Zoom ist beides möglich.


Das Reisezoom als vielseitiger Begleiter
Nach zwei intensiven Wochen im Südwesten der USA hat sich das 25-200mm F/2.8-5.6 Di III VXD G2 für mich als sehr stimmige Lösung erwiesen. Das Gewicht und die kompakte Größe sind für mich unschlagbar, da ich für meine Fotos steile Aufstiege mit viel sonstigem Gepäck bewältigen muss. Da machen sich ein paar Gramm weniger positiv bemerkbar.
Der erweiterte Weitwinkelbereich macht in der Landschaftsfotografie einen spürbaren Unterschied, Gewicht und Größe halten die Ausrüstung angenehm mobil. Dass die Blende nicht durchgängig F/2.8 ist, spielt für meine Arbeitsweise kaum eine Rolle, da ich ohnehin meist abgeblendet fotografiere, um eine durchgängige Schärfe zu erzielen.
Als Nächstes möchte ich den Halb-Makro-Bereich des Objektivs ausprobieren. Hierfür werde ich in den heimischen Wald losziehen. Für mich ist das 25-200mm längst mehr als nur ein Reisezoom, sondern ein unkompliziertes Werkzeug, das sich tagtäglich in sehr unterschiedlichen fotografischen Situationen bewährt.
Über den Autor: Agnes Anna Sadowski

Anna Sadowski hat in den vergangenen zehn Jahren mehr als 55 Länder bereist und dabei einige der abgelegensten Regionen fotografiert – von weiten Wüsten über Vulkanlandschaften bis in die Eiswelten der Antarktis. Gleichzeitig liebt sie die Fotografie vor der Haustür: Besondere Lichtstimmungen und kleine Details in heimischen Wäldern sind für sie Ruhepol und Ausgleich zum schnellen Alltag. Ihre Motive reichen von stillen Naturmomenten und Astroaufnahmen bis hin zu Reise- und Menschenfotografie. Die Kamera ist für sie ein Medium, um Orte, Situationen und Begegnungen festzuhalten. Bei der Nachbearbeitung achtet sie darauf, die Stimmung der Momente möglichst naturgetreu zu bewahren. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und publiziert.
In diesem Beitrag erwähnte TAMRON-Produkte
25-200mm F/2.8-5.6 Di III VXD G2
Modell A075