
26.05.2026 / Guillaume Astruc
Tierfotografie: Mit dem Unvorhersehbaren umgehen

Mit nur einem Objektiv das Unerwartete in Uganda festhalten
von Guillaume Astruc
Eine intensive Reise durch ständig wechselnde Landschaften
Uganda lässt sich nicht aus der Distanz fotografieren. Man muss eintauchen, beobachten und den Moment erleben.
Schon nach den ersten Stunden wird klar: Hier ist Anpassungsfähigkeit gefragt. Staubige Pisten, grüne Hügel, lebendige Dörfer – und irgendwann übernimmt die Natur das Kommando. Der Wald wird dichter, feuchter und fast undurchdringlich.
In genau dieser ständig wechselnden Umgebung entschied sich Guillaume Astruc dafür, hauptsächlich mit dem TAMRON 35-150mm für Nikon Z zu fotografieren – einem Objektiv, das flexibel genug ist, um spontan auf jede Situation reagieren zu können, ohne den Flow zu verlieren.
Unterwegs wechseln sich die Szenen ständig ab: ein überladener LKW, Menschen dicht gedrängt auf der Ladefläche, kurze Begegnungen am Straßenrand. Wenige Kilometer später wird alles still, nur noch begleitet von den Geräuschen des Dschungels.
Genau dieser Kontrast prägt die ganze Reportage.
Die Reise fand im Rahmen eines Aufenthalts statt, der von der Agentur Photographes du Monde organisiert wurde. Guillaume Astruc begleitete die Gruppe dabei als Fotograf und Reiseleiter.


Eine allgegenwärtige und oft schwer greifbare Tierwelt
Sehr schnell wird klar: Die Natur ist überall.
Doch sie zeigt sich nicht einfach so.
Ein Blick erscheint zwischen den Blättern.
Eine kleine Bewegung verrät eine Präsenz.
Und im nächsten Moment ist alles wieder verschwunden.
Die Begegnungen mit den Gorillas bleiben dabei natürlich die eindrucksvollsten.
Massiv, ruhig und kraftvoll wirken sie beinahe unwirklich.
Doch das Gelände hält noch viele weitere Überraschungen bereit:
ein junger Gorilla, der sich neugierig und verspielt an einen Baumstamm klammert
ein Affe mit kontrastreichem Fell, der still aus der Vegetation heraus beobachtet
ein Chamäleon, das perfekt mit seiner Umgebung verschmilzt und erst im letzten Moment durch seine Farben und Strukturen sichtbar wird
Jede Begegnung ist kurz, fragil und unvorhersehbar.
Gerade in solchen Momenten wird auch die Bedeutung eines respektvollen Umgangs mit der Natur deutlich. Wildtiere zu fotografieren bedeutet ebenso, Abstand zu wahren, ihr Verhalten zu respektieren und den eigenen Einfluss auf die Umgebung so gering wie möglich zu halten.


Fotografieren inmitten eines lebendigen Waldes
Im Wald ist nichts einfach.
Die Vegetation ist dicht, ständig in Bewegung und oft überwältigend.
Äste durchbrechen die Bildkomposition, Blätter verdecken die Motive und das Licht verändert sich permanent.
Unter solchen Bedingungen wird Fotografie fast zu einer Instinktsache.
Man muss mit dem arbeiten, was die Umgebung vorgibt, die Unvollkommenheit des Bildes akzeptieren und störende Elemente bewusst integrieren, um die Realität des Ortes authentisch einzufangen.
Einige Bilder zeigen genau das:
ein Gorilla, der nur teilweise hinter einem Vorhang aus Blättern zu erkennen ist, ein Blick, der aus dichtem Grün hervorsticht.
Hier wird die Schwierigkeit selbst Teil der Geschichte.

Anspruchsvolles, aber faszinierendes Licht
Das Licht im Wald gehört ohne Zweifel zu den größten Herausforderungen.
Oft ist es schwach, manchmal aber auch hart und kontrastreich, wenn Sonnenstrahlen durch das Blätterdach fallen.
Genau unter solchen Bedingungen zeigt das TAMRON 35-150mm seine Stärken.
Die hohe Lichtstärke ermöglicht es:
auch bei bewegten Szenen kurze Verschlusszeiten beizubehalten
hohe ISO-Werte möglichst zu vermeiden
und vor allem, Motive klar von ihrer oft unruhigen Umgebung abzuheben
Das Ergebnis wirkt natürlich: ein weiches, sanftes Bokeh, das das Motiv hervorhebt, ohne es komplett von seiner Umgebung zu lösen.
So entsteht eine subtile Bildwirkung, die den Blick ganz automatisch lenkt.


Vielseitigkeit, die unterwegs den Unterschied macht
Eine der wichtigsten Erkenntnisse dieser Reise war, wie entscheidend es ist, jederzeit bereit zu sein.
Auf einer Piste entsteht plötzlich eine Szene: ein Motorradfahrer mit Bananenstauden auf dem Rücken, eine flüchtige Begegnung, eine spontane Komposition.
Und nur wenige Stunden später taucht mitten im Wald ein Gorilla in unmittelbarer Nähe auf.
Genau in solchen Situationen zeigt die Brennweite des TAMRON 35-150mm ihre ganze Stärke.
Bei 35mm lässt sich die Umgebung einfangen, die Atmosphäre eines Ortes erzählen und der Szene Kontext geben.
Bei 150mm rücken dagegen andere Dinge in den Fokus:
ein Gesichtsausdruck
ein Blick
ein kleines Detail
Und das alles, ohne den Moment zu unterbrechen.

Fotografie ohne Unterbrechung
Einer der prägendsten Aspekte dieser Reise war die enorme Flexibilität vor Ort.
In einem solchen Umfeld bedeutet ein Objektivwechsel oft, genau den entscheidenden Moment zu verpassen.
Denn hier passiert alles in Sekunden.
Ein junger Gorilla klettert auf einen Baum, hält kurz inne, schaut herüber – und verschwindet im nächsten Augenblick wieder im Dickicht. Ein Tier taucht kurz auf einer freien Fläche auf und verschmilzt kurz darauf erneut mit der Vegetation.
Das TAMRON 35-150mm ermöglicht es, solche Szenen ohne Unterbrechung festzuhalten. Der schnelle und präzise Autofokus reagiert selbst in komplexen Umgebungen zuverlässig und bleibt auch bei Bewegung konstant am Motiv.
Genau diese fließende Arbeitsweise macht am Ende den Unterschied.

Vom Detail bis zur Landschaft: die Geschichte eines Landes erzählen
Diese Reise ist mehr als reine Tierfotografie – sie erzählt auch von Uganda selbst.
Die sanften Hügel, die terrassenförmig angelegten Felder und die ockerfarbenen Straßen, die sich durch kleine Dörfer ziehen, prägen die Atmosphäre des Landes ebenso wie seine Tierwelt.
Mit demselben Objektiv lassen sich dabei ganz unterschiedliche Eindrücke festhalten:
die weite Landschaft eines von Hügeln umgebenen Sees
die dichte, fast greifbare Atmosphäre eines Waldes mit seinem Flusslauf
oder spontane Szenen aus dem Alltag entlang der Straßen
So entsteht aus jedem Bild ein weiterer Teil der Geschichte.
Eine freiere, intuitivere Art zu fotografieren
Mit der Zeit wird eines immer deutlicher:
Je einfacher das Equipment, desto mehr Raum bleibt für den Moment.
Weniger Ausrüstung bedeutet weniger Ablenkung.
Und weniger Ablenkung bedeutet, präsenter zu sein.
Die Technik rückt in den Hintergrund.
Stattdessen geht es darum zu beobachten, Situationen vorauszuahnen und im richtigen Moment auszulösen.
Diese Freiheit spiegelt sich auch in den Bildern wider:
spontane Aufnahmen mitten im Geschehen
natürliche, ungezwungene Bildkompositionen
und eine spürbare Nähe zum Motiv
Fazit: So nah wie möglich am echten Moment
Diese Reportage aus Uganda zeigt vor allem eines:
Naturfotografie verlangt vor allem Anpassungsfähigkeit.
Zwischen dichtem Wald, einer beeindruckenden Tierwelt und spontanen Begegnungen unterwegs muss man jederzeit schnell reagieren können und flexibel bleiben.
Genau dafür hat sich das TAMRON 35-150mm als idealer Begleiter erwiesen:
vielseitig einsetzbar
lichtstark
schnell und präzise
und flexibel genug für die unterschiedlichsten Situationen unterwegs
Ein einziges Objektiv – und unzählige Möglichkeiten, den Moment authentisch festzuhalten.
Über den Autor: Guillaume Astruc

Guillaume Astruc ist professioneller Fotograf und auf Tier- und Naturfotografie spezialisiert. Auf seinen Reisen und bei längeren Aufenthalten in der Natur hält er Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum fest – immer mit einem respektvollen Blick auf ihr Verhalten und ihre Umgebung. Mit seinen Bildern möchte er echte, ungestellte Momente zeigen und die besondere Verbindung zwischen Tier und Natur sichtbar machen. Gleichzeitig liegt ihm am Herzen, ein Bewusstsein für den Schutz der Tierwelt und unserer Umwelt zu schaffen. En parallèle de son activité, il intervient lors de conférences et accompagne des voyages photo avec Photographes du Monde, où il partage son approche et son expérience du terrain. Son regard, nourri par des années d'exploration urbaine et de voyages, traverse les frontières des genres sans jamais quitter ce fil conducteur : la forme avant le récit, la sensation avant le document.
In diesem Beitrag erwähnte TAMRON-Produkte
35-150mm F/2-2.8 Di III VXD
Modell A058