18.08.2026

Drei Fotografen, drei Perspektiven, eine Reise

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Drei Fotografen, drei Perspektiven, eine Reise

Light & Motion by deuter in Levi

Wenn die Sonne im Sommer nördlich des Polarkreises kaum noch untergeht, verändert sich nicht nur der Tagesrhythmus. Auch für Fotografen entstehen Bedingungen, die es so nur an wenigen Orten gibt: Licht, das sich über Stunden verändert, lange Schatten, warme Farben mitten in der Nacht und ständig neue Möglichkeiten für Landschafts-, Reise- und Reportagefotografie.

Genau dieses besondere Licht machte Levi im finnischen Lappland zum Schauplatz der ersten Light & Motion Edition by deuter, unterstützt mit Equipment von TAMRON und dem Reisepartner journaway.

Drei Fotografen. Eine Destination. Drei Perspektiven.

Jannik Obenhoff, Jochen Manz und Long-Nong Huang reisten im Juni gemeinsam nach Levi. Ausgestattet mit Equipment von deuter und TAMRON interpretierten sie dieselbe Region auf ihre jeweils eigene Art. Zwischen Fjälllandschaften, endlosen Wäldern, Seen und Flüssen entstanden drei sehr unterschiedliche Bildwelten.

Fotografieren, wenn die Nacht nicht dunkel wird

Levi liegt rund 170 Kilometer nördlich des Polarkreises. Während des finnischen Mittsommers bleibt es dort rund um die Uhr hell. Die Sonne zieht flach über den Horizont und verändert die Landschaft immer wieder – vom klaren Tageslicht bis hin zu warmen Gold- und Orangetönen spät in der Nacht.

Die Reise führte das Team unter anderem auf den Levi Fjäll, auf Mountainbike-Trails, über Seen und Flüsse, zu Huskys und Pferden sowie durch die Wälder und offenen Landschaften Lapplands.

Für die Fotografen bedeutete das: ständig wechselnde Motive – und die Notwendigkeit, schnell zwischen Landschaft, Reportage, Details und spontanen Situationen wechseln zu können.


Long-Nong Huang: Bewegung. Atmosphäre. Fernweh.

Long-Nong Huang: Bewegung. Atmosphäre. Fernweh.

FOTOGRAFEN-PORTRÄT

Long-Nong Huang zieht es mit seiner Kamera bevorzugt an Orte, die eine besondere Atmosphäre vermitteln. Als TAMRON-Ambassador geht es ihm dabei weniger darum, Landschaften lediglich zu dokumentieren. Seine Bilder sollen vielmehr das Gefühl einer Reise transportieren – und beim Betrachter Fernweh und Abenteuerlust wecken.

In Levi arbeitete Long mit einer Sony α7C II und einem vielseitigen TAMRON-Setup:

Die Auswahl seiner Bilder zeigt sehr anschaulich, wie sich mit unterschiedlichen Brennweiten nicht nur der Bildausschnitt, sondern auch die Wahrnehmung einer Landschaft verändert.

Goldene Stunde kurz vor Mitternacht
Sony α7C II | TAMRON 28–75mm F/2.8 G2 | 49 mm | F/2.8 | 1/800 s | ISO 125

Goldene Stunde kurz vor Mitternacht

Eines der charakteristischsten Bilder der Reise entstand am 18. Juni um 23:15 Uhr. Ein Fotograf steht auf einem felsigen Aussichtspunkt über den Wäldern und Seen Lapplands, während die tief stehende Sonne die Landschaft in warmes Licht taucht.

Long verwendete dafür das TAMRON 28–75mm F/2.8 Di III VXD G2 bei 49 mm. Die mittlere Brennweite verbindet die Person mit der Weite der Landschaft, ohne dass eines der beiden Elemente die Szene dominiert.

Die Aufnahme verdeutlicht zugleich eine Besonderheit des finnischen Mittsommers: Selbst kurz vor Mitternacht entstehen Lichtstimmungen, die andernorts nur während einer kurzen Goldenen Stunde zu erleben sind.

Landschaft verdichten mit 180 mm
Sony α7C II | TAMRON 70–180mm F/2.8 G2 | 180 mm | F/2.8 | 1/100 s | ISO 80

Landschaft verdichten mit 180 mm

Nur gut zwei Stunden später, am 19. Juni um 01:21 Uhr, entstand eine völlig andere Interpretation der Landschaft. Nebel liegt über dem ruhigen See, während die Baumreihe am gegenüberliegenden Ufer vom warmen Licht getroffen wird.

Hier griff Long zum TAMRON 70–180mm F/2.8 Di III VXD G2 und nutzte mit 180 mm das lange Ende des Zooms. Die Teleperspektive isoliert einen Ausschnitt der Landschaft und lässt Wald, Nebel und Spiegelung optisch enger zusammenrücken.

Gerade in der Landschaftsfotografie kann ein Telezoom deshalb mehr sein als ein Objektiv für weit entfernte Motive: Es ermöglicht, Strukturen und einzelne Ebenen gezielt aus einer weitläufigen Umgebung herauszulösen.

Reportage mit Raum für die Umgebung
Sony α7C II | TAMRON 35–100mm F/2.8 | 35 mm | F/2.8 | 1/200 s | ISO 320

Reportage mit Raum für die Umgebung

Ein ganz anderes Motiv entstand am 20. Juni bei einer Wanderung durch einen nebligen Wald. Long fotografierte die beiden Personen mit dem TAMRON 35–100mm F/2.8 Di III VXD bei 35 mm.

Die relativ kurze Brennweite lässt genügend Umgebung im Bild, um den Ort und die Stimmung zu erzählen, während die Personen klarer Mittelpunkt der Szene bleiben.

Damit eignet sich der Brennweitenbereich nicht nur für klassische Porträts, sondern auch für Reportagesituationen, bei denen Menschen bewusst in ihre Umgebung eingebettet werden sollen.

16 Millimeter für das Gefühl eines Ortes
Sony α7C II | TAMRON 16–30mm F/2.8 G2 | 16 mm | F/2.8 | 1/500 s | ISO 100

16 Millimeter für das Gefühl eines Ortes

Für eine besonders weite Perspektive setzte Long am 22. Juni das TAMRON 16–30mm F/2.8 Di III VXD G2 ein. Bei 16 mm werden die kleine Holzhütte, der See, die Bäume und der Himmel gemeinsam Bestandteil der Komposition.

Hier steht weniger ein einzelnes Motiv im Mittelpunkt. Die weitwinklige Perspektive vermittelt vielmehr ein Gefühl für den gesamten Ort.

Die vier Aufnahmen zeigen damit sehr unterschiedliche Möglichkeiten innerhalb eines Reise-Setups: 16 mm für die Weite, 35 bis 75 mm für Reportage und klassische Reisefotografie und 180 mm für die gezielte Verdichtung einer Landschaft. Die durchgängige Lichtstärke von F/2.8 über alle vier eingesetzten Zoomobjektive gibt Long dabei zusätzliche Flexibilität, wenn sich Licht und Situationen schnell verändern.


Jannik Obenhoff: Landschaft. Licht. Weite.

Jannik Obenhoff: Landschaft. Licht. Weite.

FOTOGRAFEN-PORTRÄT

Jannik Obenhoff ist Fotograf und Filmemacher aus München und auf Outdoor-Landschaften und Abenteuer spezialisiert. Als Mitgründer der German Roamers steht seine Bildsprache besonders für Weite, Licht und eine klare, reduzierte Ästhetik.

In Levi arbeitete Jannik mit einer Fujifilm X-Pro3 und dem TAMRON 11–20mm F/2.8 Di III-A RXD (B060X). Der Ultraweitwinkelbereich entspricht etwa 16,5 bis 30 mm im Kleinbildformat und eignet sich besonders dafür, viel von einer Landschaft oder Umgebung in die Bildkomposition einzubeziehen.

Gerade Janniks Bilder zeigen dabei, dass ein Ultraweitwinkel nicht zwangsläufig nur für spektakuläre Panoramen eingesetzt werden muss. Entscheidend ist vielmehr, wie Vordergrund, Hauptmotiv und Umgebung miteinander verbunden werden.

11 mm für Nähe und Umgebung
Fujifilm X-Pro3 | TAMRON 11–20mm F/2.8 Di III-A RXD | 11 mm | F/2.8 | 1/500 s | ISO 160

11 mm für Nähe und Umgebung

Am 20. Juni entstand eine Aufnahme im dichten Nebel auf dem Fjäll. Eine Person lehnt sich an ein Hinweisschild, während die Umgebung bereits nach wenigen Metern im Grau verschwindet.

Jannik fotografierte die Szene mit 11 mm bei F/2.8. Durch den sehr weiten Bildwinkel bleibt trotz der Nähe zur Person viel von der kargen Landschaft sichtbar. Schild, Person und Umgebung werden so gemeinsam Teil der Geschichte.

Gerade bei solchen Motiven kann die kurze Brennweite einen starken räumlichen Eindruck erzeugen: Elemente im Vordergrund wirken präsent, während die Landschaft dahinter gleichzeitig genügend Raum erhält.

Dieselbe Brennweite, völlig andere Wirkung
Fujifilm X-Pro3 | TAMRON 11–20mm F/2.8 Di III-A RXD | 11 mm | F/16 | 1/15 s | ISO 160

Dieselbe Brennweite, völlig andere Wirkung

Auch das zweite ausgewählte Bild entstand bei 11 mm, wirkt aber vollkommen anders. Statt einer Person steht hier ein einzelner Baum im Mittelpunkt einer offenen, felsigen Landschaft.

Jannik fotografierte die Szene am 21. Juni mit stark geschlossener Blende F/16 und einer deutlich längeren Belichtungszeit. So bleibt die Landschaft über einen großen Bereich hinweg scharf und erhält eine ruhigere, stärker grafische Wirkung.

Die beiden Aufnahmen zeigen gut, wie unterschiedlich ein Ultraweitwinkel eingesetzt werden kann: einmal nah am Menschen und mitten in einer Szene, einmal als klassisches Werkzeug für Landschaft und Raum.

Das TAMRON 11–20mm F/2.8 Di III-A RXD bietet Jannik dabei nicht nur den weiten Bildwinkel, sondern gleichzeitig eine durchgängige Lichtstärke von F/2.8 – hilfreich bei wechselnden Lichtverhältnissen und für eine flexible Arbeitsweise unterwegs.


Jochen Manz: Menschen. Nähe. Geschichten.

Jochen Manz: Menschen. Nähe. Geschichten.

FOTOGRAFEN-PORTRÄT

Bei Jochen Manz stehen Menschen und Geschichten im Mittelpunkt. Der Kölner Fotograf und Filmemacher arbeitet seit vielen Jahren in Reportage, Werbung und Dokumentation. Seine Bilder leben von Nähe, Persönlichkeit und authentischen Momenten.

Für „Light & Motion“ arbeitete Jochen mit einer Nikon Z8 und setzte auf der Reise ausschließlich TAMRON-Objektive ein. Zur Verfügung standen ihm:

Besonders intensiv nutzte Jochen das TAMRON 35–150mm F/2–2.8 Di III VXD. Drei seiner Aufnahmen zeigen sehr gut, wie unterschiedlich sich bereits innerhalb dieses einen Objektivs arbeiten lässt.

35 mm: Wenn die Umgebung Teil der Geschichte wird
Nikon Z8 | TAMRON 35–150mm F/2–2.8 Di III VXD | 35 mm | F/4 | 1/640 s | ISO 1600

35 mm: Wenn die Umgebung Teil der Geschichte wird

Auf dem Levi Fjäll fotografierte Jochen zwei Wanderinnen vor der offenen Landschaft und einem dramatischen Himmel. Für diese Aufnahme wählte er 35 mm – das weiteste Ende des 35–150mm.

Die Personen nehmen nur einen vergleichsweise kleinen Teil des Bildes ein. Felsen, Landschaft und Himmel erhalten deutlich mehr Raum und erzählen mit, wo sich die beiden befinden. Gerade für Reportage- und Reisefotografie ist dieser Kontext oft entscheidend.

85 mm: Näher am Menschen, ohne den Ort zu verlieren
Nikon Z8 | TAMRON 35–150mm F/2–2.8 Di III VXD | 85 mm | F/4 | 1/800 s | ISO 1600

85 mm: Näher am Menschen, ohne den Ort zu verlieren

Nur wenige Augenblicke zuvor beziehungsweise danach fotografierte Jochen dieselbe Situation mit 85 mm. Die beiden Wanderinnen rücken dadurch deutlich stärker in den Mittelpunkt, die Landschaft bleibt jedoch weiterhin erkennbarer Bestandteil des Bildes.

Die beiden Aufnahmen bei 35 und 85 mm zeigen unmittelbar, wie stark sich die Aussage eines Bildes allein über die Brennweite verändern lässt – obwohl Kamera, Objektiv, Ort und Situation nahezu identisch bleiben.

150 mm: Licht und Bewegung verdichten
Nikon Z8 | TAMRON 35–150mm F/2–2.8 Di III VXD | 150 mm | F/5 | 1/2000 s | ISO 400

150 mm: Licht und Bewegung verdichten

Bei der Kanutour nutzte Jochen schließlich das lange Ende des Zooms. Die Aufnahme der beiden Kanufahrerinnen entstand mit 150 mm im warmen Gegenlicht.

Die längere Brennweite reduziert die Szene stärker auf Kanu, Personen und Licht. Gleichzeitig werden Hintergrund und Motiv optisch verdichtet, wodurch die warme Lichtstimmung noch stärker zur Geltung kommt.

Gerade diese drei Bilder zeigen sehr anschaulich den besonderen Charakter des 35–150mm F/2–2.8 Di III VXD: Mit einem einzigen Objektiv konnte Jochen vom weit gefassten Umgebungsporträt über eine klassische mittlere Teleperspektive bis hin zur stark verdichteten Aufnahme bei 150 mm wechseln.

Für seine reportageorientierte Arbeitsweise bedeutet das vor allem eines: weniger Objektivwechsel und mehr Freiheit, unmittelbar auf eine Situation zu reagieren.


Drei Fotografen – drei Versionen von Levi

FAZIT

Am Ende zeigt „Light & Motion“ vor allem, wie unterschiedlich ein und derselbe Ort wahrgenommen werden kann.

Jannik konzentriert sich auf Landschaft, Licht und Weite.

Jochen sucht Menschen, Nähe und Geschichten.

Long verbindet Bewegung, Atmosphäre und Fernweh.

Alle drei waren zur gleichen Zeit am gleichen Ort – und kehrten dennoch mit völlig unterschiedlichen Bildwelten zurück.

Die Technik sollte dabei nicht die Geschichte bestimmen. Sie sollte den Fotografen vielmehr die Freiheit geben, auf das zu reagieren, was vor ihnen passiert.

Genau darin liegt die Idee hinter „Light & Motion“: Eine Destination wird nicht einfach dokumentiert, sondern aus verschiedenen Blickwinkeln interpretiert.

Und Levi ist erst der Anfang.

Mehr zur Light & Motion – Levi Edition

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