Entdeckung des Winterkosmos

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Entdeckung des Winterkosmos

Was entdeckt man eigentlich, wenn man im Winter fotografieren geht? Das fragte sich Michael Dickel, Senior Vice President & General Manager bei Tamron Europe. Mit dem SP 45mm ging er auf Entdeckungsreise. 

Eis und Schnee sind, betrachtet man sie von Nahem, ein eigenwilliger Kosmos. Hier sind Fantasie sind bei der Bildgestaltung keine Grenzen gesetzt. An einem der letzten kalten Wintertage des Jahres lockte mich das schöne Wetter nach draußen. Es war seit Tagen sehr kalt und ich fuhr zu einem kleinen See in der Nähe von Bergisch Gladbach. Es war der frühe Sonntagnachmittag und eigentlich wollte ich Spazierengehen. Als ich ankam, sah ich einige Schlittschuhläufer auf dem tiefgefrorenen See und da kam mir die Idee, ein paar Motive auf dem Eis zu suchen.

Ich packte mir also meine DSLR und mein Lieblingsobjektiv, das SP 45mm F/1.8. Ich schätze es vor allem wegen seiner Kombination aus höchster Bildqualität und hoher Lichtstärke. Das Objektiv selbst ist äußerst flexibel, da es ja zum einen mit seinem Bildwinkel den menschlichen Sehwinkel repräsentiert und zum anderen eine Naheinstellung von 29 Zentimeter zulässt, was einem Abbildungsmaßstab von 1:3,4 entspricht. Damit sind Detailaufnahmen mit extremer Schärfe möglich.

Fotografieren im Winter ist ja immer so eine Sache. Kalte Füße und vor allem kalte Finger (ich hatte meine Handschuhe vergessen) erschweren das Hantieren mit der Kamera. Da ich aber nah an meine Motive ran wollte, ergab sich ein gewisser „Gym-Effekt“. Das ständige Vorbeugen und in die Hocke gehen regte meine Blutzirkulation an, was mir doch einigermaßen warme Finger bescherte.

Nach zweieinhalb Stunden intensiver Fotografie hatte ich nicht nur nasse Knie, sondern auch ein eigenes Universum im Eis entdeckt. Teilweise erinnerten mich die Bilder, die ich mir auf dem Kameradisplay anschaute, tatsächlich an die außerirdischen Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble.

Auflösung und Schärfe der Bilder sind fantastisch, genauso wie man es eben von einer Festbrennweite erwartet. Die Flexibilität des SP 45mm, bedingt durch die geringe Naheinstellgrenze, hat mich einmal mehr begeistert. Der VC-Bildstabilisator blieb bei den Aufnahmen immer eingeschaltet, da alles aus der Hand fotografiert wurde. Das hilft ungemein, da die Motive in einigen Fällen doch sehr dunkel und die Verschlusszeit eher lang waren.

Mein Fazit: Es lassen sich auch bei Eis und Schnee außergewöhnliche Motive finden, man muss sich einfach nur mal aufraffen.

Über den Autor: Michael Dickel

Michael Dickel ist Senior Vice President und General Manager bei Tamron Europe in Köln. In seiner Freizeit zieht es den passionierten Hobbyfotografen immer wieder in die Natur, deren Schönheit er am liebsten mit Tamrons neuen SP-Festbrennweiten dokumentiert.

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