Kuala Lumpur - Fototipps für eine Metropole zwischen Tradition und Moderne

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Kuala Lumpur - Fototipps für eine Metropole zwischen Tradition und Moderne

Die nächste Station unserer Asienreise war eigentlich gar nicht eingeplant. Ursprünglich wollten wir von Thailand direkt nach Sri Lanka fliegen. Da die günstigsten Flüge aber alle einen Zwischenstopp in Kuala Lumpur hatten, haben wir uns kurzfristig dazu entschieden dort ein paar Tage zu bleiben.

Der Ruf von Kuala Lumpur als Reiseziel scheint nicht besonders gut zu sein. Wir haben oft gehört, dass die Stadt außer den Petronas Towers nichts zu bieten hat. Wir sind also nicht mit besonders hohen Erwartungen nach Kuala Lumpur gereist und waren hinterher umso überraschter, dass die Stadt doch ein sehr lohnenswertes Ziel ist.

Dichter Rauch über der Stadt

Wir hatten mit den Fotobedingungen leider auch in Kuala Lumpur das Glück nicht auf unserer Seite. Der Grund war, wie schon auf Koh Lanta, der dichte Rauch, der durch die Brandrodungen in Indonesien über halb Südostasien zieht. In Kuala Lumpur war das noch viel deutlicher zu sehen, als in Thailand.

Die Sonne hatte keine Chance gegen die dicke Dunstglocke zu bestehen und teilweise waren sogar die Spitzen der Petronas Towers im dichten Dunst verschwunden. Wenige Wochen zuvor war es sogar noch schlimmer und teilweise wurden sogar die Schulen wegen des dichten Smogs geschlossen.

Glücklicherweise gibt es in Kuala Lumpur noch viele andere Fotomotive außer den Petronas Towers, sodass wir trotzdem voll auf unsere Kosten kamen.

Heli Lounge Bar: Der beste Aussichtspunkt in Kuala Lumpur

Unser absoluter Lieblings-Fotospot in Kuala Lumpur ist die Heli Lounge Bar. Die Heli Lounge Bar ist eine Helikopter-Landeplattform auf dem Dach eines Hochhauses in unmittelbarer Nähe der Petronas Towers. Abends ab 17:00 Uhr verwandelt sich der Landeplatz in eine Bar mit einem außergewöhnlichen Ausblick.

Für Fotografen ist der Ort perfekt, da keine Glasscheiben oder Zäune die Sicht auf die umliegenden Häuserschluchten verdecken. Die Benutzung von Stativen ist ebenfalls kein Problem. Der Eintritt ist kostenlos, man muss aber ein relativ teures Getränk verzehren (Softdrinks und Bier ab 6 Euro). Ab 21:00 Uhr ist der Zutritt nur noch mit langen Hosen und festen Schuhen gestattet. Die beste Zeit ist hier aber ohnehin zum Sonnenuntergang, zumindest wenn nicht gerade in Indonesien der Regenwald abgefackelt wird.

Anschrift: Menara KH Hochaus, Jalan Sultan Ismail, dort mit dem Aufzug in den 34. Stock fahren

Petronas Towers und Menara Kuala Lumpur

Die Petronas Towers sind wohl das meistfotografierte Motiv in Kuala Lumpur und wahrscheinlich in ganz Malaysia. Der beste Standort zum Fotografieren ist bei Dunkelheit aus dem vorgelagerten Park.

Der Aufstieg lohnt sich fotografisch nicht wirklich. Man gelangt nur bis zur sogenannten Skybridge, die beide Türme in nur 172 Metern Höhe verbindet. Die Brücke ist außerdem komplett verglast.

Lohnenswerter ist der Besuch des Menara Kuala Lumpur. Der benachbarte Fernsehturm bietet zwei Aussichtsplattformen. Interessant ist vor allem die obere Plattform, da man hier einen 360 Grad Rundumblick ohne Glasscheiben und eine gute Sicht auf die Petronas Towers hat.

Abdul Rahman Ramadhan Bazaar

Auf dem Abdul Rahman Bazaar in der gleichnamigen Straße lebt das alte Kuala Lumpur. Nicht weit weg von den herausgeputzten Hochhäusern und Shopping Malls wird hier alles verkauft, was die normalen Bewohner der Stadt brauchen: Essen, Früchte, Textilien und vieles mehr.

Als Tourist fällt man hier schon sehr deutlich auf, vor allem da die Gegend sehr muslimisch geprägt ist. Beim Fotografieren sollte man entsprechend Respekt walten lassen. Grundsätzlich sind die Malaysier aber sehr offene und herzliche Menschen, die auch gerne mal für ein Foto posieren.

Der Markt ist definitiv einen kleinen Fotospaziergang wert und wie eigentlich überall in der Stadt gibt es auch kulinarisch einiges zu entdecken.

Shopping Malls für Fotografen

Im Viertel Bukit Bintang erfährt das moderne Kuala Lumpur seinen Höhepunkt. Hier reiht sich eine Shopping Mall an die andere und man hat das Gefühl, jede Mall ist noch größer und glitzernder als die vorherige. Einige Malls sind für Architekturfotografen durchaus interessant, sowohl von Innen als auch von Außen.

Wer auf der Suche nach Fotoequipment ist, für den ist die Low Yat Plaza, umgangssprachlich auch IT Mall genannt, das Ziel der Wahl. Hier gibt es auf mehreren Etagen alles was das Fotografenherz begehrt, von Kameras über Tamron-Objektive bis hin zu Zubehör. Wir haben uns hier auch nochmal mit Ersatzakkus für unsere Kameras eingedeckt.

Unser Fazit zu Kuala Lumpur

Kuala Lumpur hat uns wirklich sehr positiv überrascht. Wir waren vier Tage dort und haben noch nicht alles gesehen. Die Stadt ist zwar in Teilen sehr westlich, hat aber ihren Charme bewahrt. Natürlich ist Kuala Lumpur nicht so aufregend wie Bangkok, aber auch nicht so steril wie Singapur. Es ist ein guter Mix aus beidem und auf jeden Fall ein Ort, an dem sich ein längerer Zwischenstopp lohnt.

Ein ganz großer Pluspunkt ist außerdem die kulinarische Vielfalt. An jeder Ecke gibt es hervorragendes Streetfood. Die multikulturelle Bevölkerungsstruktur zeigt sich hier ganz besonders: Es gibt chinesisches, indisches und malaysisches Essen und jede Küche ist auf ihre Art ganz besonders. Das Essen ist auf jeden Fall ein Grund, die Stadt nicht verlassen zu wollen.

Für uns geht es jetzt weiter nach Sri Lanka, wo wir die kommenden fünf Wochen verbringen werden und natürlich wieder ausführlich im Tamron Blog berichten werden.

 

Sobre el autor: 22places

Jenny und Sebastian werden ihre Erlebnisse auf Reisen in den kommenden sechs Monaten im Tamron Magazin teilen.

In Zusammenarbeit mit Tamron zeigen die beiden in ihrem Online-Fotokurs (https://www.22places.de/fotografieren-lernen), wie einfach Fotografieren ist und vor allem wie viel Spaß es macht, die Welt nicht mehr im Automatikmodus abzulichten.

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