
Der Fotograf Klaus Wohlmann, geboren 1963 in Köln, startete 2006 eine Motorradreise durch Westafrika – Von Köln bis Togo und wieder zurück. Die Eindrücke dieser Reise wurden im Bildband „Begegnungen in Westafrika“ festgehalten.
Drei Jahre später geht es wieder auf Reise, und zwar in Begleitung seiner Frau Isa Wohlmann. Ausgerüstet mit einer mobilen Blitzanlage von Multiblitz und Objektiven von Tamron. Dazu Gepäck und Verpflegung und alles in den Seitentaschen zweier Motorräder. Das große Ziel: Kamerun.
Abgesehen davon, das diverse Projekte von Entwicklungsorganisationen dokumentiert werden sollen, hat Klaus Wohlmann ein neues Kunstprojekt entstehen lassen. In dem Projekt „Licht und Schatten“ führt der Künstler und Fotograf Klaus Wohlmann die Betrachter seiner Bilder nicht nur von einem Erdteil zum anderen. Er nimmt einen viel mehr mit auf eine Reise von Gesicht zu Gesicht. Oder vielmehr: von Profil zu Profil. Um noch genauer zu sein: Eine Galerie von Schattenrissen führt er seine imaginären Begleiter entlang.
Klaus Wohlmann macht zuhause und unterwegs auf seiner Motorrad-Expedition keine herkömmlichen Porträts, indem er seine Modelle frontal von vorne beleuchtet. Stattdessen beleuchtet er den seitlich gedrehten Kopf mit Blitztechnik von hinten. Durch den sehr kleinen Blendenwert, meist zwischen F/14 bis F/20, bei einer Belichtungszeit von 1/200s werden Hintergrund und Kopf tiefschwarz abgebildet und nur ein feiner Lichtschein markiert das Profil der porträtierten Person.
Jedes Porträt, auf diese Feststellung legt Wohlmann Wert, geht aus einer Begegnung, einem Gespräch hervor. Wo die Reisenden und ihre Modelle Wort und Blick wechseln, ist durch das globale Navigationssatellitensystem GPS genau verortet. Aber wohlgemerkt, dieser GPS-Punkt spiegelt nur den Längen und Breitengrad des Aufeinandertreffens wider. Die Herkunft oder das Ziel der Darsteller, ihr Woher oder Wohin bleiben im Ungewissen. Und so wie Gesprächspartner die Person ihres Gegenübers und seine Mitteilungen aus Mosaiksteinen von Eindrücken und Mutmaßungen für sich zusammenstückeln, so müssen erst recht die Betrachter dieser Fotos sich ein Bild aus Andeutungen machen.
Die Route führte Klaus Wohlmann über mehrere Tausend Kilometer von Köln -Marokko - Mauretanien - Mali - Burkina Faso - Niger - Tschad bis nach Kamerun. Mehr Informationen über seine Arbeiten und viele weitere Bilder, die entlang seiner Route entstanden, können Sie auf seiner Seite betrachten.






