Technisches Glossar
Man unterscheidet zwischen Linear-Polarisationsfiltern und Zirkular-Polarisationsfiltern. Linear- Polarisationsfilter bestehen aus mechanisch gereckten Kunststoffen mit orientierten stabförmigen Molekülen, die durch einen Farbstoff angefärbt wurden. Für Objektive gibt es glasgefasste Versionen. Für Beleuchtungszwecke sind auch großformatige Folien erhältlich. Die Filter wandeln unpolarisiertes Licht in polarisiertes um. Der Verlängerungsfaktor beträgt etwa 2-3. Zirkulare-Polfilter werden bei Kameras eingesetzt, die mit Belichtungsmessung über Spiegel ausgestattet sind. Diese können mit Messunsicherheit reagieren, da das Messlicht bei der Umlenkung zusätzlich polarisiert werden kann. Außerdem ist für Autofokus-Kameras ein Zirkular-Polfilter notwendig, da der lineare Polfilter die Autofokus Funktion beeinträchtigt, indem er Licht ausblendet, das den AF-Sensor in bestimmten Winkeln erreicht. Die Wirkung eines Polfilters lässt sich am besten an einer spiegelnden Wasseroberfläche erkennen. Der Polfilter bewirkt bei einer bestimmten Stellung eine starke Verminderung der Reflexionen. Außerdem verstärken Polfilter die Sättigung von Farben spiegelnder Objekte. Das Himmelsblau wird ebenfalls sehr intensiv, da störendes Streulicht aus bestimmten Winkeln eliminiert wird. Dies wirkt sich besonders bei der Dia-Fotografie aus.
Ultraschall-Mot
oren werden grundsätzlich in zwei Kategorien unterteilt, die sich durch die Art der Bewegungserzeugung unterscheiden. Zum einen gibt es Motoren, die mittels einer Wanderwelle angetrieben werden, zum anderen Motoren die sich mittels stehender Wellen bewegen. Der Autofokus des neuen 18-270mm beruht auf dem Antrieb durch eine stehende Welle, während der Ultraschallmotor des
Ultrasonic Silent Drive des neuen Tamron 70-300mm
USD eine Wanderwelle nutzt. Beim Tamron
PZD-Prinzip der stehenden Welle wird eine hochfrequente elektrische Spannung an das piezoelektrische Element angelegt. Dadurch wird es in eine stehende Wellenbewegung versetzt. Eine Metallspitze an der Piezokeramik wird durch die Drehbewegung des Elements dabei in eine elliptische Rotation versetzt und treibt mittels Reibung den Rotor an. Der Vorteil von Motoren, die stehende Wellen nutzen, gegenüber ihren Gegenstücken mit Wanderwellen Antrieb, ist ihre Kompaktheit. Dadurch lassen sich sehr kleine Objektivgrößen realisieren. Der Tamron
Piezo Drive zeichnet sich durch eine hohe Autofokus-Geschwindigkeit, äußerste Präzision und ein ultra-leises Laufgeräusch aus.






