Technisches Glossar

A/M

 

AF/MF Umschaltmechanismus

Das Kürzel A/M steht für einen speziellen Umschaltmechanismus, bei dem die Umschaltung zwischen Autofokus und manueller Fokussierung erfolgt, indem man den Fokussiering einfach vor- oder zurückschiebt. Die manuelle Fokussierung erfolgt leicht und präzise. Nur bei den Ausführungen für Nikon und Canon.

 AF Mechanismus

Aktuelle Tamron Objektive mit AF/MF Umschaltmechanismus:

SP AF 90mm F/2,8 Di MACRO 1:1 (Modell 272E)
SP AF 180mm F/3,5 Di MACRO 1:1 (Modell B01)
SP AF 70-200mm F/2,8 Di LD [ IF] MACRO (Modell A001)

Abbildungsmaßstab

Optische Systeme (Objektive), die ein Objekt abbilden, tun dies in einem bestimmten Maßstab. Dieses Verhältnis der Bildgröße zur Objektgröße nennt man Abbildungsmaßstab. b = Bildgröße / Objektgröße Ein Maßstab von 1:1 bedeutet, dass Objekt und Abbildung gleich groß sind. Ein Maßstab von 1:2 bedeutet, dass die Abbildung halb so groß ist wie das Objekt.


1 : 4 (0.25X)


1 : 2 (0.5X)


1 : 1 (1X)

Aberrationen

In der Fotografie versteht man unter Aberrationen oder  Abbildungsfehlern. die Abweichungen des Objektbildes von der idealen optischen Abbildung.

Zu den Abbildungsfehlern gehören:

  • chromatische Aberration ( Farblängsfehler und Farbquerfehler
  • Astigmatismus
  • Streulicht
  • Sphärische Aberration ( Öffnungsfehler)
  • Koma ( Asymmetriefehler)
  • Bildfeldwölbung
  • Verzeichnung
  • Gaußfehler
ADH ( AD-Hybrid Asphärisches Element)

AD Glas kombiniert mit einem asphärischen Element.
Analog

Die analoge Fotografie basiert auf Filmen, bei der die Emulsion des Filmes belichtet wird und so ein lichtempfindlichen fotografisches Bild erzeugt wird.


Analoger Diafilm

Im Gegensatz dazu setzt die digitale Fotografie lichtempfindliche  Sensoren auf elektronischer Basis ein. Diese speichern ein Bild in Form von elektrischer Ladung, die anschließend mittels eines Computer-Prozessors verarbeitet wird.


Moderner CCD Sensor

Anomale Dispersion

Glas mit anormaler Dispersion ist eine spezielle Variante von optischem Glas, welches ein anormal großes Teil-Dispersionsverhältnis (Wert der Dispersion bei einem definierten Wellenlängenbereich innerhalb des sichtbaren Lichtspektrums) relativ zu einer spezifischen Wellenlänge liefert. Mittels der Kombination von AD-Glaselementen kann der Dispersionsfaktor einer spezifischen Wellenlänge kontrolliert werden. Dies führt zu einer effektiven Kompensation der axialen  chromatischen Aberration bei Teleobjektiven bzw. der lateralen chromatischen Aberration bei  Weitwinkel-Objektiven.

 

 

 

 

Objektive mit AD Linsen:

- AF 18-270mm F/3,5 -6,3 Di II VC LD Aspherical [ IF] Macro
- AF 28-300mm F/3,5-6,3 XR Di LD Aspherical [ IF] MACRO
- AF 28-300mm F/3,5-6,3 XR Di VC LD Aspherical [ IF] MACRO

APS-C Format

APS-C war ursprünglich ein Filmformat der Größe 25,1x16,7mm (das Crop Format des ursprünglichen APS Negativformats). Heutzutage wird es häufig als Größenformat für Bildsensoren digitaler Spiegelreflex-Kameras angegeben, da diese eine ähnliche Größenordnung haben. Für Spiegelreflexkameras mit APS-C Sensoren können Objektive der Di II Serie verwendet werden.

Das grüne Feld in nachfolgender Abbildung zeigt die Größe eines APS-C Sensors im Vergleich mit einem Kleinbildfilm ( Vollformat Sensoren haben die gleiche Größe wie KB). Der weiße Kreis markiert den Bildkreis von Tamron Di II Objektiven.

 

Zum Übersicht aller aktuellen TAMRON Objektive

 

 

ASL
asphärisch

Asphärisch bedeutet, dass ein Linsenelement von der Form her nicht von einer Kugel abstammt. Diese aufwändige Produktionstechnik wird zur Vermeidung von Abbildungsfehlern eingesetzt. Erreicht wird ein Optimum in Bezug auf Bildqualität und Kompaktheit, da beim Einsatz dieser innovativen Technik mehrere Elemente durch ein asphärisches Element ersetzt werden kann. 

Herkömmliche Linsenelemente haben in der Regel einen festen Radius (sphärisch), d.h. man kann sie sich aus einer Kugel (Sphäre) geschnitten denken. Diese einfache Linsenform hat jedoch den Nachteil, dass hier  Abbildungsfehler wie der Öffnungsfehler, Astigmatismus, Koma und Verzeichnung auftreten.

Dank innovativer Produktionstechniken geht man heute vermehrt dazu über, auch asphärische Linsen einzusetzen. Diese Linsen haben, allgemein gesagt, eine von der Kugelform abweichende Fläche. Speziell der Öffnungsfehler und die  Koma-Korrektur können mit diesen Asphären stark verbessert werden.

Außerdem lässt sich die  Verzeichnung bei Objektiven mittels Asphären kompensieren.  

Bei der Produktion wird ein spezieller Kunststoff mit der Glasoberfläche verbunden und so die Asphäre geformt. Tamron

beherrscht diese Technologie perfekt und setzt diese Linsen bei vielen seiner Objektive ein.

 
Oben stehende Abbildung verdeutlicht den Unterschied zwischen einer sphärischen und einer asphärischen Linse. Der gelb markierte Teil ist ein hochwertiger Kunststoff, der mit dem sphärischen Glaskörper verbunden wird.

 

Asphärische Tamron Linsenelemente

Asphärische Tamron Linsenelemente

Schematische Illustration, Kompensationseffekt mit einem asphärischen Element

 

 

Astigmatismus

Als Astigmatismus (griech.. "Punktlosigkeit") bezeichnet man in der Fotografie eine Art der Abbildungsfehler. Schräg eintretende Lichtbündel, die in der Abbildungsebene als Punkt erscheinen sollten, werden dabei zu (elliptischen) Scheiben verzerrt.

Der Grund liegt in der unterschiedlichen Brennweite zwischen dem sogenannten meridionalen Strahlenbündel und dem sagittalen Strahlenbündel.

 

 

Sowohl durch asphärische Linsenelemente als auch durch die geschickte Anordnung und Kombination von Glaselementen und deren Durchbiegung sowie optimierte Blendenlage wird der Astigmatismus bei Tamron Objektiven weitgehend vermieden. 

Auflösung

Als Auflösung oder Auflösungsvermögen bezeichnet man in der Fotografie die Fähigkeit eines Objektivs bestimmte kleinste Strukturen noch wiedergeben zu können. Die Auflösung wird in Linien pro Millimeter gemessen und ist ortsabhängig (aus physikalischen Gründen ist die Auflösung zum Bildrand hin etwas schlechter als in der Bildmitte). Tamron setzt bei der Konstruktion seiner Objektive voll auf modernes Computerdesign, dadurch wird ein optimales Auflösungsvermögen über das gesamte Bildfeld erreicht.
Available Light

Available Light (engl. verfügbares Licht) bedeutet dass trotz ungünstiger Lichtverhältnisse (z. B. Aufnahmen bei Dämmerung oder in schlecht ausgeleuchteten Innenräumen) mit dem vorhandenen Licht, gearbeitet und auf zusätzliche Beleuchtung wie Blitzlicht verzichtet wird. Stattdessen die Kameraempfindlichkeit erhöht oder es werden Objektive mit Bildstabilisator eingesetzt (z.B. Tamron VC Objektive).

Wie das Bildbeispiel zeigt, kann die sich die Atmosphäre eines Bildes erheblich verändern bzw. auch komplett zerstört werden, wenn künstliche Beleuchtung eingesetzt wird.



Das linke Bild wurde mit Blitz fotografiert, das rechte ohne

 

 

SP 70-200mm F/2.8 Di VC USD

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