Vom Blog zum Buch

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Vom Blog zum Buch

„2011 hätte ich nicht gedacht, dass ich nur drei Jahre später mein eigenes Buch in den Händen halte“. Ich habe den Überblick verloren, wie oft ich diesen Satz in dieser oder ähnlicher Form schon geschrieben habe. Aber er stimmt nun mal und wird für immer aktuell bleiben. „Vegan kann jeder“ ist Nadines und mein Erstlingswerk und wird uns immer mit einem gewissen Staunen im Gedächtnis bleiben.

Dennoch war der Weg bis zu „Vegan kann jeder“ nicht einfach. Als wir www.eat-this.org damals gelauncht haben, hatten wir beide als Hobby-Fotografen zwar eine DSLR zur Verfügung, aber nur grundlegendes Wissen über die Food-Fotografie. Und wenig Licht. Viel zu wenig Licht. Die erwartungsgemäß unspektakulären Ergebnisse kann man zum Teil noch in den Tiefen des Blog-Archivs finden – aber wir raten nicht dazu, sie zu suchen! Schon damals schielten wir auf andere Foodblogs mit häufig unheimlich schönen Bildern, die so viel besser aussahen, als unsere ersten „Gehversuche“.

Zum Glück kam uns der Ehrgeiz zu Hilfe. Mit (viel) Trial & (noch mehr) Error lässt sich eben auch viel erreichen und so konnten wir 2013 unseren ersten Buchvertrag unterschreiben und mussten uns nicht davor fürchten, dass unsere Bilder dem Qualitätsanspruch des Verlages und vor allem unserer Leser nicht genügen würden.

Sämtliche Bilder für „Vegan kann jeder“ entstanden in unserer kleinen, eigens eingerichteten „Studioecke“ und wurden mit einer Canon EOS 60D und einem Tamron SP AF 17-50mm 2,8 Di II VC geschossen. Vor allem das Objektiv war in vielen Situationen „Lebensretter“, denn auch wenn wir mittlerweile viel natürliches Licht zur Verfügung haben, machen uns Sonne und Wolken doch ab und zu das Fotografen-Leben schwer. Ein lichtstarkes Objektiv mit Bildstabilisator hilft dabei, auch bei weniger optimalen Lichtverhältnissen mit niedriger ISO-Einstellung zu fotografieren.

Aber welcher Kreative ist schon dauerhaft mit seinen Leistungen zufrieden? Natürlich würden wir mittlerweile einige Aufnahmen anders arrangieren, anders aufnehmen und auch in der Nachbearbeitung würden wir hier und da andere Entscheidungen treffen. Man entwickelt sich schließlich weiter.

Das in der Zwischenzeit erlangte Können durften wir nun Anfang 2015 bei den Arbeiten zu unserem zweiten Kochbuch „Vegan frühstücken kann jeder“ einsetzen, welches im Herbst desselben Jahres erscheinen wird. An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf den Eingangssatz verweisen und hinzufügen, dass ich es 2011 noch weniger für möglich gehalten hätte, bereits ein Jahr nach der Erscheinung des Debüts bereits den Nachfolger präsentieren zu dürfen. Nadine und ich können nicht ausdrücken, welche Freude uns das bereitet.

Auch für das zweite Buch kam wieder das Tamron SP AF 17-50mm 2,8 Di II VC zum Einsatz, jedoch erweiterten wir unseren „Objektiv-Fuhrpark“ um ein Tamron SP 90mm F/2.8 Di VC USD MACRO 1:1, einem Makroobjektiv mit einer Festbrennweite von 90mm. Mit diesem war es uns nicht nur möglich, detaillierte Makro-Aufnahmen von Zutaten zu machen, die lange Brennweite in Kombination mit der großen Blendenöffnung von 2,8 ermöglichte Aufnahmen mit geringer Schärfentiefe und einem schönen, weichen Bokeh. Der engere Blickwinkel half bei der Bildkomposition auf kleinem Raum, was es uns diesmal erlaubt hat, auch kleinflächigere Props als Unter- bzw. Hintergrund zu verwenden.

Auch beim 90mm Makro-Objektiv aus der „Super Performance“-Reihe leistet der Bildstabilisator tolle Dienste und hilft dabei, auch bei schlechten Lichtverhältnissen die Kamera vom Stativ zu nehmen und aus der Hand zu fotografieren.

Natürlich sind wir bei unseren Food-Fotografien nicht auf absolute Stille angewiesen, dennoch ist der angenehm leise Ultraschallmotor des Autofokus, der noch dazu schnell und präzise fokussiert, ein Feature, dass wir nicht mehr missen möchten.

Die verzerrungsarmen, scharfen RAW-Dateien bearbeiteten wir wieder in Adobe Lightroom. Noch konnten wir unser fertig gedrucktes zweites „Baby“ nicht in den Händen halten, wir sind uns aber sicher, dass die Food-Bilder auch diesmal wieder „zum Anbeißen“ aussehen werden, was zu einem gewissen Teil sicherlich auch an den tollen Tamron-Objektiven liegt.

Jörg Mayer - vegankannjeder.de

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