Loi Krathong in Chiang Mai - Mit der Kamera beim Lichterfest

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Loi Krathong in Chiang Mai - Mit der Kamera beim Lichterfest

Nach fünf aufregenden Wochen in Sri Lanka erwartete uns schon das nächste Highlight unserer Reise. Es ging zurück nach Thailand, dieses Mal aber in den Norden des Landes nach Chiang Mai.

Chiang Mai und die gesamte Region sind das ganze Jahr über interessante Reiseziele. Einmal im Jahr lohnt es sich aber ganz besonders nach Chiang Mai zu reisen, denn am 12. Vollmond des Jahres findet dort das Lichterfest Loi Krathong statt.

Das Fest hat seinen Ursprung in Sukhothai und wird im ganzen Land gefeiert. In Chiang Mai sind die Festlichkeiten aber am schönsten und größten, sodass wir uns dafür entschieden haben, dass wir dort nicht fehlen dürfen.

Also haben wir unsere Reise genau so geplant, dass wir pünktlich zum 12. Vollmond des Jahres früh morgens in Chiang Mai gelandet sind. Warum das Lichterfest auf der Liste eines jeden Fotografen stehen sollte, erzählen wir in diesem Artikel.

Über Loi Krathong

Die Ursprünge des Loi Krathong stammen vermutlich aus dem Hinduismus. Als Opfergabe an die Götter werden kleine, schwimmende Flöße mit Kerzen in den Fluss gelassen. Diese sogenannten Krathongs sind mit Blumen und Schmuck verziert und sollen dem Besitzer Glück bringen.

Zusätzlich lässt man Laternen gen Himmel steigen und bringt damit den Nachthimmel über Thailand zum Erleuchten.

Loi Krathong in Chiang Mai

In Chiang Mai ist Loi Krathong ein riesiges Volksfest. Die Straßen sind voll, es gibt Festumzüge und der ganze Ort befindet sich für mehrere Tage im Ausnahmezustand. Hier wird nicht nur einen Tag gefeiert, das Fest wird gleich über drei Tage ausgedehnt mit dem großen Höhepunkt am Vollmondtag.

Rund um den Ping River in der Altstadt von Chiang Mai ist das meiste los. Hier kann man kleine Krathongs erwerben oder sogar selbst basteln und in den Fluss lassen. Natürlich sollte man nicht vergessen ein Stück seines Haares abzuschneiden und in das Krathong zulegen. Die Einheimischen erklären sich meist sehr gerne dazu bereit, einen um eine kleine Strähne zu erleichtern.

Sehr sehenswert ist auch die buddhistische Zeremonie im Tempel Wat Panthao, bei der die Mönche das Fest einleiten. Auch wenn die Touristenmassen dem Treiben ein wenig das Spirituelle nehmen, ist es dennoch eine schöne Erfahrung.

Anschließend beginnt das große Laternensteigen. Zu Tausenden werden die Laternen in den Himmel gelassen und mit ihnen die Wünsche für die Zukunft. Der Nachthimmel über Chiang Mai ist über Stunden hinweg hell erleuchtet. Ein wirklich einzigartiges Erlebnis.

Tipps zum Fotografieren an Loi Krathong

Fotografisch ist das Fest eine kleine Herausforderung. Es ist richtig voll und an einigen Stellen muss man sich im wahrsten Sinne des Wortes durch die Menschenmassen quetschen. Wir empfehlen definitiv, nur mit kleiner Ausrüstung los zu gehen oder sich mit einem Stativ auf einer der Dachterrassen einen ruhigen Platz zu suchen.

Wir haben uns für die erste Variante entschieden und uns nur mit Kamera und der 35 mm-Festbrennweite von Tamron mitten ins Getümmel gestürzt. Das lichtstarke Objektiv war bei den schlechten Lichtverhältnissen Gold wert und hat uns das Fotografieren aus der Hand ermöglicht, ohne den ISO in schwindelerregende Höhen zu drehen.

Um bei der Zeremonie im Wat Panthao einen guten Platz zum Fotografieren zu ergattern, sollte man sehr, sehr früh da sein oder viel Geduld mitbringen, sich langsam aber sicher nach vorne zu kämpfen um eine gute Perspektive zu ergattern. Dabei sollte man natürlich immer darauf achten den nötigen Respekt und auch Abstand zu der Zeremonie und den betenden Mönchen zu wahren.

Natürlich sollte man vor lauter Fotografieren nicht vergessen, selbst einen Krathong ins Wasser, und einen Ballon in den Himmel steigen zu lassen. Das bringt ja schließlich Glück!

Beim Ballon steigen lassen helfen die Einheimischen gerne weiter, denn das sieht tatsächlich ein wenig einfacher aus, als es ist. Schließlich ist es ja auch schön, wenn man den Ballon nicht nach ein paar wenigen Sekunden gen Boden fliegen sieht.

Natürlich ist Chiang Mai nicht nur zum Lichterfest sehenswert, aber dazu mehr in unserem nächsten Bericht.

Über den Autor: 22places

Jenny und Sebastian werden ihre Erlebnisse auf Reisen in den kommenden sechs Monaten im Tamron Magazin teilen.

In Zusammenarbeit mit Tamron zeigen die beiden in ihrem Online-Fotokurs (https://www.22places.de/fotografieren-lernen), wie einfach Fotografieren ist und vor allem wie viel Spaß es macht, die Welt nicht mehr im Automatikmodus abzulichten.

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