Budapest - Ein Fotospaziergang durch die ungarische Hauptstadt

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Budapest - Ein Fotospaziergang durch die ungarische Hauptstadt

Pompöse Bauwerke, herrliche Ausblicke und eine lebendige, junge Szene - All das bietet Budapest. Die ungarische Hauptstadt ist ein hervorragendes Ziel für einen Städtetrip und hat vor allem für Fotografen einiges zu bieten.

Wir waren zwei Wochen lang in Budapest und teilen in diesem Artikel unsere besten Tipps mit dir. In Budapest ist auch das erste Video unserer Reihe „22 Stunden in…“ entstanden. Dort zeigen wir in 5 Minuten, was man an einem Tag in Budapest alles sehen und erleben kann.

Budapest teilt sich in zwei große Teile, die durch die Donau getrennt werden: Buda und Pest. Auf beiden Seiten der Donau gibt es einiges zu sehen, wobei Pest insgesamt der deutlich lebhaftere Stadtteil ist.

Das hält Buda für Besucher bereit

Die schönsten Aussichten über Budapest

Den wohl besten Ausblick über Budapest hat man vom Gellertberg auf der Buda-Seite. Der Aufstieg lohnt sich wirklich, denn von oben bietet sich ein herrliches Panorama über die Donau.

Viele Touristen fahren mit dem Bus hoch und wieder runter. Wir empfehlen aber, den Berg zu Fuß zu erklimmen.

Unser Tipp: Beginne die kleine Wanderung am Gellért Bad. Folge einfach den kleinen Fußwegen, die östlich vom Bad beginnen, nach oben. Während des Aufstiegs bieten sich immer wieder neue Ausblicke und Möglichkeiten, schöne Motive einzufangen. Ein Stativ macht das Fotografieren dort übrigens wesentlich angenehmer, denn auch zum Sonnenuntergang ist es dort oben wunderschön!

Das Burgviertel

Vom Gellertberg aus geht es direkt weiter, denn hier jagt eine Sehenswürdigkeit die andere: Burgpalast, Fischerbastei und der Burggarten-Basar erinnern an die goldenen Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Vor allem der Burggarten-Basar ist etwas besonderes, denn dieser wurde erst im Jahr 2014 frisch renoviert wieder für Besucher eröffnet. Wenn man den Burggarten heute besichtig, fehlt einem schlichtweg die Vorstellungskraft, das die Anlage in den 80er Jahren als Ort für Partywütige genutzt wurde.

Vom Burggarten-Basar aus gelangt man über eine Rolltreppe und einen Fahrstuhl dann auf die obere Ebene der Anlage, die nicht nur eine weitere tolle Aussicht über die Stadt bietet, sondern auch zum Burgviertel führt.

Einige hundert Meter hinter dem Burgviertel wartet auch direkt schon die nächste Sehenswürdigkeit mit einer tollen Aussicht, die Fischerbastei. Eines steht schon mal fest. An schönen Aussichtspunkten mangelt es Budapest definitiv nicht.

Blick auf das Parlament

Am Fuße des Burgviertels lohnt es sich, an der Donau entlang zu spazieren. Denn eigentlich liegt das Parlament auf der Pester Seite, die beste Chance auf ein tolles Foto hat man aber definitiv von der gegenüberliegenden Seite der Donau.

Wir hatten leider ein wenig Pech, da der perfekte Fotospot am Ufer der Donau durch Ausflugsschiffe belegt war. So mussten wir den Platz direkt gegenüber des Parlaments aufgeben und uns einen etwas schräg-liegenderen Fotospot aussuchen. Natürlich lohnt es sich trotzdem immer für ein Foto des Parlaments die Donau-Seite zu wechseln.

Das hält Pest für Besucher bereit

Pest hat mindestens genauso viel zu bieten, wie die Buda-Seite. Unsere liebsten Sehenswürdigkeiten auf dieser Seite der Donau gibt es hier: 

Die große Markthalle

Da wir große Fans von Markthallen sind, durften wir die große Markthalle natürlich nicht auslassen. Das schöne an dieser Markthalle ist, dass sie trotz der vielen Touristen, die dort täglich ein und aus gehen, immer auch noch von Einheimischen genutzt wird, die dort ihre Essenvorräte aufstocken.

Wer also etwas typisch ungarisches mit nach Hause nehmen will, der sollte sich an die nicht-touristischen Stände halten. Eine super Möglichkeit zum Fotografieren bietet die obere Etage der Markthalle. Denn dort hat man eine super Aussicht auf die gesamte Markthalle. Unser Tipp: Den Blick nicht immer nur geradeaus richten - ein Blick nach unten und nach oben lohnt sich!

Der Heldenplatz und die zweitälteste U-Bahn der Welt

Der Heldenplatz war einst schon Filmkulisse für Michael Jacksons Video zum Song „History“. Der Platz ist sehr sehenswert und auch die dahinter liegende Parkanlage hält eine Menge Fotomotive bereit.

Zum Heldenplatz gelangt man übrigens mit der U-Bahnlinie 1, die selbst eine Attraktion ist. Die U1 ist die zweitälteste U-Bahn der Welt, nur in London gab es vorher schon eine U-Bahn. Die kleinen gelben Bahnen und die größtenteils historischen U-Bahnhöfe sind ebenfalls tolle Fotomotive.

Das jüdische Viertel

Das jüdische Viertel ist das Szeneviertel Budapests. Hier vermischen sich Tradition und Moderne am sichtbarsten. Touristen kommen tagsüber hierher, um die Große Synagoge und Orte des jüdischen Vermächtnisses in Budapest zu besuchen.

Abends kommen die jungen Leute, um in den vielen Bars, Restaurants und Clubs das Leben zu genießen. Budapest ist berühmt für seine Ruinenbars. In halb verfallenen Häusern wurden kurzerhand Clubs und Bars eröffnet und die Szene erinnert stark an das Berlin der 90er-Jahre.

Die bekannteste Ruinenbar der Stadt ist das Szimpla Kert. Hier kann man auch prima Fotos machen. Dafür empfehlen wir aber, tagsüber im Szimpla vorbeizukommen, denn Abends wird es hier eigentlich immer sehr voll.

Budapest ist eine Reise wert

Budapest hat uns sehr gut gefallen und wir können die Stadt für einen Städtetrip nur empfehlen. Budapest muss sich hinter den Metropolen in Westeuropa nicht verstecken, ist für Reisende aber noch deutlich günstiger.

Also, auf nach Budapest. Es lohnt sich!

Über den Autor: 22places

Jenny und Sebastian werden ihre Erlebnisse auf Reisen in den kommenden sechs Monaten im Tamron Magazin teilen.

In Zusammenarbeit mit Tamron zeigen die beiden in ihrem Online-Fotokurs (https://www.22places.de/fotografieren-lernen), wie einfach Fotografieren ist und vor allem wie viel Spaß es macht, die Welt nicht mehr im Automatikmodus abzulichten.

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