Themenshooting im Schnee mit dem Tamron 45mm f/1.8

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Themenshooting im Schnee mit dem Tamron 45mm f/1.8

Nachdem sich das Tamron 45mm f/1.8 kürzlich bereits auf dem Weihnachtsmarkt sehr gut bewährt hatte, wollte ich es unbedingt auch mal bei einem Themenshooting einsetzen. Die Idee dazu geisterte schon länger in meinem Kopf herum. Das Thema war „Rotkäppchen“ und ein passendes Outfit nach kurzer Recherche rasch gefunden. Die wichtigste Komponente stellte natürlich der rote Umhang dar, kombiniert mit einem weißen Kleid und einem Korb mit Brot, Wein und Äpfeln.

Schwieriger war es da schon, passendes Wetter zu erwischen: Das Shooting sollte nämlich im Schnee stattfinden, damit der rote Umhang vor der weißen Schneelandschaft so richtig schön zur Geltung kommt. Leider ließ der Winter in diesem Jahr bekanntermaßen lange auf sich warten. Mitte Januar war es aber endlich so weit: Schnee!

Also schnell Umhang und Körbchen gepackt und ab in den Wald. Eine extra noch gekaufte Petroleum-Sturmlaterne, die zusätzlich einen atmosphärischen Lichtakzent setzen sollte, habe ich dabei natürlich souverän vergessen. Egal! Bei jedem noch so gut geplanten Shooting kommt doch vieles anders, als man denkt. Da ist Flexibilität gefragt, was insbesondere auch fürs Wetter gilt. Wir hatten den Schnee ja herbeigesehnt, aber dass es dann phasenweise gar nicht mehr aufhören wollte zu schneien, stellte eine ordentliche Herausforderung dar.

Hier konnte sich das Tamron 45mm f1.8 gleich sehr gut bewähren, da es als wetterfest angepriesen wird und dieses Versprechen auch im dichten Schneetreiben gehalten hat.

Auch die Brennweite von 45mm am Vollformat erwies sich als sehr flexibel. Sowohl Ganzkörperaufnahmen mit umgebender Winterlandschaft als auch das klassische Oberkörperportrait ließen sich problemlos realisieren. Die große Offenblende von f/1.8 sorgt selbst bei etwas größerem Abstand zum Motiv noch für eine angenehme Hintergrundunschärfe und damit schöne Freistellung des Motivs.

Eine echte Besonderheit des Objektivs ist darüber hinaus die sehr geringe Naheinstellungsgrenze, durch die auch echte Detailaufnahmen, für die ich sonst mein geliebtes 90mm Makro-Objektiv verwende, sehr gut gelingen. Interessante Details können z.B. Teile des Outfits oder der Umgebung sein, in unserem Fall die Spitze des weißen Kleides oder der Inhalt des Korbs.

Solche Detailaufnahmen sind für sich genommen bereits sehr schön, sorgen darüber hinaus aber in der späteren Zusammenstellung der Bilder auch noch dafür, dass alles „rund“ wirkt und eine kleine Geschichte erzählt. Daher sollte man die Details im Eifer des Shootings auf keinen Fall vergessen! Oft lassen sich kleine Unterbrechungen, z.B. während das Model Make-Up oder Haare überprüft, dafür effektiv nutzen.

Alles in allem hat das Tamron 45mm f/1.8 die Herausforderungen eines Portraitshootings im Schnee bravourös gemeistert und sich dank der tollen Kombination aus großer Offenblende, kurzer Naheinstellungsgrenze und optischem Bildstabilisator trotz fixer Brennweite als sehr flexibel erwiesen.

Und von seiner Wetterfestigkeit kann ich mir noch eine dicke Scheibe abschneiden. Ich lag nach dem Shooting eine Woche krank im Bett. Dem Objektiv ging es bestens!

Über den Autor: Vera Dondelinger

In ihrem Blog „Nicest Things“ berichtet Vera Dondelinger nicht nur über leckere Rezepte und attraktive Dekorationen fürs eigene Heim. Die Heidelbergerin bietet auch regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen und beschreibt ausführlich, wie ihre wunderschönen Fotos entstehen. Unser Lesetipp: http://www.nicestthings.com/2014/03/blogging-tips-and-tricks-behind-scenes.html

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