Das Fernweh lässt mich nicht los

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Das Fernweh lässt mich nicht los

Anja Beckmann war für Ihren Reiseblog “Travel on Toast” mit dem 16-300-mm-Megazoom-Objektiv in Südafrika

Seit Ende 2012 gibt es deinen Blog „Travel on Toast“. Wie viele Länder hast du seitdem bereist?

Die Gesamtzahl weiß ich gar nicht so genau. Aber allein im vorigen Jahr waren es 17 Länder.

Was hast du vorher gemacht?

Ich komme aus dem journalistischen Bereich. Schon während meines Studiums habe ich für verschiedene Tageszeitungen gearbeitet. Danach habe ich ein PR-Volontariat gemacht und als Pressesprecherin für mehrere Firmen gearbeitet.

War Reisen immer schon deine Leidenschaft?

Ja. 2007 habe ich mir dann zwischen zwei Jobs eine Auszeit genommen und eine einjährige Weltreise gemacht. Ich bin dabei weitgehend allein herumgereist. Während dieser Zeit habe ich einen privaten Blog für Freunde und Familie geführt. Später habe ich dann beschlossen, weiter über meine Reisen zu schreiben, weil das Fernweh mich nicht losgelassen hat.

Was macht das Reisen deiner Meinung nach am meisten aus?

Der Kontrast zum Alltag und zu Deutschland. Ich finde es ganz toll, hier in Köln zu sein und zu arbeiten. Dennoch liebe ich es, in die Welt raus zu gehen ­– je weiter weg und je exotischer, desto besser. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie andere Menschen leben. Andere Kulturen am eigenen Leib zu erfahren, unbekanntes Essen zu probieren, dann natürlich auch die fremde Natur und Tierwelt zu erforschen – all das genieße ich auf Reisen in vollen Zügen.

Eine deiner letzten Reisen ging nach Südafrika. Was hast du für einen Eindruck von Land und Leuten gewonnen?

Es war ganz anders als ich es mir vorgestellt habe. Es kam mir teilweise fast schon europäisch vor, was natürlich auch daran liegt, dass viele Besucher da sind. Was ich toll fand, war dieses helle Licht. Vor allem, wenn man wie ich aus dem deutschen Winter in den afrikanischen Sommer fliegt – und das ganz ohne Jetlag, denn es ist nur eine Stunde Zeitunterschied. Kapstadt als Großstadt ist toll. Und ideal, um von da aus schöne Ausflüge zu machen. Zum Beispiel zu den Pinguinen am Boulders Beach oder zum Strand von Muizenberg, an dem ich wunderschöne bunte Strandhütten fotografiert habe. Wir waren auch auf der „Wine route“, wo man verschiedene Weingüter besichtigen kann und in einem Nationalpark. Dann haben wir auch ein Township besucht und wir waren auf Robben Island, wo Nelson Mandela gefangen gehalten wurde.

Wie wichtig ist es für dich, deine Reisen in Fotos festzuhalten?

Ganz wichtig. Für mich privat sowieso. Ich habe auch auf meiner Weltreise viele Bilder gemacht. Das sind tolle Erinnerungen, die mich immer wieder in die Situation zurückversetzen. Aber natürlich auch für den Blog sind Bilder sehr wichtig. Ich poste immer schon Bilder von unterwegs via Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram und bekomme viel positive Rückmeldung von Lesern. Die Leute finden das ganz toll und haben den Eindruck, sie reisen mit.

Was fotografierst du hauptsächlich auf Reisen?

Ich fotografiere querbeet. Was mich stets magisch anzieht, sind Farben und Muster. Wir waren zum Beispiel auf einem Markt, wo junge Designer Sachen verkauft haben. Diese Farbigkeit war beeindruckend. Dann natürlich Tiere in freier Wildbahn, wie die Pinguine oder Strauße. Und ich liebe Strände! In Südafrika gibt es im Westcoast Nationalpark einen Strand, der sieht aus wie die Karibik. Weißer Sand und türkisfarbenes Meer – ein herrliches Bild.

Kommst du über das Fotografieren viel mit den Menschen des jeweiligen Landes in Kontakt?

Ja. Man fragt die Leute, ob man sie fotografieren darf und schon ist man im Gespräch. Man erfährt dadurch viel über das Land und die Menschen, wenn man sie einfach erzählen lässt.

Was für eine Kamera nutzt du, wenn du auf Reisen bist?

Ich nutze verschiedene Kameras. Ich habe eine Spiegelreflexkamera, eine Canon EOS 70 D. Wenn das Licht schwächer ist oder wenn ich einen großen Zoom benötige, ist sie perfekt. Das iPhone benutze ich für Schnappschüsse, die ich dann oft direkt in die Social-Media-Kanäle sende. Und ich habe auch noch eine GoPro, um Filme zu drehen.

Was ist dir bei einer Reisekamera am wichtigsten?

Ich möchte eine hohe Bildqualität und viel Brennweite, aber nicht allzu viel Gewicht mit mir herumschleppen. Deshalb sollte die Kombination aus Kamera und Objektiv nicht zu schwer sein. Da meine Spiegelreflexkamera relativ schwer ist, ist es für mich wichtig, das Gewicht des Objektivs eher leicht zu halten und trotzdem einen möglichst großen Zoombereich abzudecken.

Welche Objektive nimmst du auf deine Reisen mit?

Ich besitze schon länger ein Tamron 17-50mm. In Südafrika hatte ich dann erstmals das 16-300mm von Tamron dabei. Das habe ich aufgesetzt und während der ganzen Reise nicht mehr runtergenommen.

Warum hat dir das Objektiv so gut gefallen?

Ich bin gar kein Technikfreak und habe mich im Vorfeld beraten lassen. Mir hat vor allem der Telebereich interessiert. Das 16-300mm fand ich auf Anhieb gut, weil es so leicht ist und solch einen riesigen Telezoom hat. Dadurch, dass es auch im Weitwinkelbereich so viel abdeckt, ist es das perfekte „Immer-drauf-Objektiv“ für die Reise. Es hat zudem einen sehr zuverlässigen und schnellen Autofokus. Besonders bei den Tieraufnahmen von Zebras, Straußen und Pinguinen hat sich dieses Objektiv bewährt. Und nicht zuletzt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut.

Über den Autor: Anja Beckmann

Anja Beckmann gründete 2012 den Reiseblogs „Travel on Toast“. Mit ihrem siebenköpfigen Autorenteam veröffentlichte sie dort bis dato 378 Artikel, hauptsächlich über Fernreisen, die Sonnenziele Europas und Städtereisen. Der Fokus liegt dabei auf Sonne, Strand, Wassersport, Abenteuer, Großstädte, leckeres Essen und Entspannung bei Wellness und Yoga. Ihre Seite verzeichnet bis zu 20.000 Leser pro Monat und 28.000 Social-Media-Kontakte auf allen Kanälen. Ihr Blog wurde 2015 mit dem Blog-Award des spanischen Tourismusverbandes ausgezeichnet.

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